Ein Garten Eden in Rheydt

  • Angela Rietdorf (Öffentlichkeitsreferat)
  • Angela Rietdorf (Öffentlichkeitsreferat)

Der Treffpunkt für Trauernde und Nicht-Trauernde auf dem Ev. Friedhof an der Nordstraße feiert einjähriges Bestehen.

Noch ist es zu kalt, um den Garten, der die Namensgebung des Cafés Garten Eden inspirierte, zu nutzen. Doch das hält die Besucherinnen und Besucher nicht ab, schließlich gibt es ja eigens liebevoll hergerichtete Räumlichkeiten im Verwaltungsgebäude des Ev. Friedhofs an der Nordstraße in Rheydt. An den dort aufgebauten Tischen bleibt an diesem Freitagnachmittag kein Platz leer. Im Gegenteil müssen immer wieder neue Stühle herangeschafft werden. Bald erfüllt Stimmgewirr den Raum. Die Besucher kennen sich, begrüßen sich freudig, kommen bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch.

Seit einem Jahr gibt es den Treffpunkt im evangelischen Friedhof an der Nordstraße. „Von der Bezeichnung Trauercafé sind wir schnell wieder abgekommen“, sagt Pfarrer Olaf Nöller, auf dessen Initiative hin das Projekt in Leben gerufen wurde. Es sei ein Angebot „für Trauernde und Nicht-Trauernde“, wie Nöller, inzwischen im Ruhestand, aber immer noch regelmäßig dabei, erklärt. Das Angebot deckt offensichtlich einen Bedarf. Wer über den Friedhof geht und besonders in der Sommerzeit das fröhliche Geplauder im Garten hört, kommt gern dazu. Alle sind willkommen. „Hier findet Begegnung statt“, sagt Olaf Nöller. Viele finden Gesprächspartner, neue Freundschaften entstehen – und manchmal sogar mehr. Einer der regelmäßigen Gäste hat hier sogar eine neue Partnerin gefunden.

Das Café Eden ist nicht nur gern besuchter Treffpunkt, sondern auch Standort der Philippus-Akademie. Der „Lernort Friedhof“  ist gut angenommener Ort von Veranstaltungen, Vorträgen und Bildungsangeboten.

Ein Team von acht ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sorgt dafür, dass das wöchentliche Café-Angebot in den Räumen des denkmalgeschützten Gebäudes oder im wunderschönen „Garten Eden“ wöchentlich stattfinden kann. Jeden Freitag von 15 bis 17 Uhr öffnet das Café seine Türen. Dann ist der Kaffee gekocht, Kuchen oder Kekse stehen bereit, die Tische sind liebevoll eingedeckt. Und der evangelische Friedhof an der Nordstraße zeigt sich von seiner paradiesischen Seite.