Gemeinsam neue Welten schaffen – Minecraft-Werkstatt begeistert

Die Angebote der Minecraft-Werkstatt wurden mit viel Begeisterung wahrgenommen.

Das Feedback der Teilnehmenden am Ende war eindeutig. „Ich fand alles total toll“, sagt Emma. „Es ist toll, wie man eine eigene Welt schaffen kann“, meint Noah. Bei der Minecraft-Werkstatt, zu der der Digitalausschuss des Kirchenkreises eingeladen hatte und die von einem hochengagierten Orga-Team rund um Stefan Rodenbüsch vorbereitet worden war, konnten rund 40 Teilnehmende die Möglichkeiten des Spiels Minecraft entdecken und ausprobieren. Minecraft, mit 140 Millionen aktiven Spielern eines der erfolgreichsten Computerspiele überhaupt, bietet unendliche viele Gestaltungsmöglichkeiten und lässt sich auch kreativ in die kirchliche Jugendarbeit einbinden.

Die Minecraft-Werkstatt, die nach dem Format der Feierabend-Werkstatt Workshops mit anschließendem gemeinsamen Grillen und Austausch verband, hat Teilnehmende aus dem gesamten Kirchenkreis angezogen: von Rommerskirchen und Wevelinghoven über Neuss und Rheydt bis Gladbach. Stattgefunden hat sie in den Räumlichkeiten des Karl-Immer-Hauses in Mönchengladbach-Bettrath, wo genügend Platz war, um sieben Workshops gleichzeitig anbieten zu können. Man konnte sich in die Grundlagen des Spiels einführen lassen, Bibelgeschichten mit Minecraft nachbauen, einen Vortrag über den pädagogischen Mehrwert des Spiels hören und darüber diskutieren oder innerhalb des Spiels Musik machen. Fortgeschrittene konnten Möglichkeiten kennenlernen, Technologie in Minecraft nachzubauen. Alle Angebote wurden intensiv genutzt. Ein Presbyter aus Wevelinghoven, der mit seinem Sohn gekommen ist, will ein Kirchenlied nachspielen, Pfarrer Thorben Golly aus Rommerskirchen lässt sich von den VR-Brillen begeistern, mit denen man in die Minecraft-Welt eintauchen kann. Bei den Bibelgeschichten-Gestaltern wird versucht, den See Genezareth samt Boot nachzubauen. Die Pädagogen diskutieren über den Nutzen von Minecraft in der Jugendarbeit. „Ja, es gibt auch Risiken wie beispielsweise das Suchtpotenzial“, sagt Jugendreferentin Nadine Schlutzkus. „Aber wenn man Situationen schafft, in denen die Jugendlichen gemeinsam spielen, entsteht immer auch reale Gemeinschaft. Außerdem erleben sich die Jugendlichen auch gegenüber den Pädagogen als Experten. Eine ganz wichtige Erfahrung für viele.“ Um ein sicheres Umfeld zu schaffen, betreibt das Jugendreferat des Kirchenkreises einen eigenen Minecraft-Server, der Datenmissbrauch verhindert.

Am Ende des zweieinhalbstündigen Workshop-Teils haben viele der jugendlichen Teilnehmenden noch Lust, weiterzumachen. Dafür stehen dann auch noch Laptops und VR-Brillen bereit, während das Grillbuffet eröffnet wird und andere der jungen Gäste sich vom Regen nicht daran hindern lassen, draußen vor der Tür zu tanzen.

Die Minecraft-Werkstatt hat bei vielen die Lust auf Mehr geweckt und das Orga-Team plant ein ganzes Minecraft-Wochenende zu Beginn des kommenden Jahres anzubieten.