Die Kirche St. Thomas Morus an der Furtherhofstraße in Neuss ist gut gefüllt an diesem Freitagabend. Mehr als hundert Stimmen vereinigen sich kraftvoll im Gotteslob „Großer Gott, wir loben dich“. Zuvor war schon das eigens für die Landesgartenschau komponierte Mottolied „Leben-Freude-Zukunft“ erklungen, das das Motto der ökumenischen Veranstaltungen musikalisch fasst. Es wird deutlich: die christlichen Gemeinden in Neuss und die vielen, vielen engagierten Ehrenamtlichen haben so richtig Lust auf die Landesgartenschau.
„Es war eine sehr gute Entscheidung, dass sich die Kirchen auf der LaGa einbringen“, sagt Pfarrer Sebastian Appelfeller. Eine gute Entscheidung für die vielen Menschen, die mit Herzblut und Begeisterung dabei sind, eine gute Entscheidung aber auch für die Landesgartenschau, deren Veranstaltungskalender durch die ökumenischen Aktivitäten um inzwischen beeindruckende vierhundert Veranstaltungen anwächst.
Das kirchliche Netzwerk sorgt aber nicht nur für spannende Angebote, Gottesdienste, Lesungen, Konzerte und vieles mehr, es werden auch Gästebegleiter gestellt, die während der Öffnungszeiten präsent sind und als Ansprechpartner für die Besucher zur Verfügung stehen. Eine davon ist beispielsweise Antje Rometsch, die nicht nur in einem Chor mitsingt und Malkurse anbietet, sondern auch als Gästebegleiterin dabei ist. „Ich finde es großartig, was hier passiert“, sagt Antje Rometsch, die zur Kirchengemeinde Am Norfbach gehört. Sie liebe es zu netzwerken und sie helfe gern mit, die Schönheit des neugestalteten Parks zu entdecken.
Sie erhält genau wie die anderen rund 120 Ehrenamtlichen, die zur Kick-off-Veranstaltung gekommen sind, viele mündliche Informationen und umfangreiches Infomaterial zum Mitnehmen. Später auf dem Gartenschaugelände werden alle an einem grünen Schal erkennbar sein.
Die Landesgartenschau ist ein Großprojekt, das ein halbes Jahr lang, vom 16. April bis 10. Oktober 2026 von einem enormen ehrenamtlichen Engagement lebt. „Ich bin schwer beeindruckt von unserem Ehrenamtler-Team“, sagt Pfarrer Appelfeller und dieser Aussage kann man sich nur anschließen. Aber auch das engagierteste Team muss Kosten stemmen. Dass das gelingt, dafür sorgt – neben der Finanzierung durch die Kirchen – der Förderverein unter dem Vorsitz von Hermann Gröhe. Er verweist ebenfalls auf die große Bedeutung der Ehrenamtlichen: „Die Licht.Kirche kann nur das Wohnzimmer der LaGa werden, wenn Menschen dort sind, die willkommen heißen.“
„Ich freue mich, wenn es jetzt wirklich losgeht“, sagt Gudrun Erlinghagen, Presbyteriumsvorsitzende der Gemeinde Am Norfbach und im Orga-Team der LaGa aktiv. Und diese Freude auf den Beginn der Zeit der Landesgartenschau ist im ganzen Raum spürbar. Noch gibt es viele Einzelheiten zu klären, Absprechen zu treffen und Informationen zu verteilen, aber das Orga-Team ist guter Dinge, dass alles rechtzeitig klappt. „Wir sind bei vielem schneller als die Landesgartenschau GmbH“, freut sich die Koordinatorin für die Beteiligung der christlichen Kirchen an der Landesgartenschau Dr. Ulrike Nienhaus.
Bis zum 31. März können kirchliche Gruppen noch vergünstigt Kartenkontingente für zehn Euro pro Karte bestellen. Pfarrer Tim Matzko, der mit einer halben Stelle dem Licht.Kirchen-Projekt zugeordnet ist, beantwortet nicht nur ausdauernd Fragen zur Organisation der Veranstaltungen und steht bei Problemen als Ansprechpartner zur Verfügung, sondern ist auch unter der Emailadresse info@lichtkirche-neuss.de für Kontingentanfragen erreichbar.
