In den Vorweihnachtstagen sind wir alle „auf dem Weg nach Bethlehem“. Nicht ganz direkt auf dem Weg zum Stall, dem Kind in der Krippe, zu Jesus. Wir sind eher auf den Weg zu dem, wofür Jesus und der Stall stehen. Wir suchen die ganz persönlichen Weihnachtsmomente.
Weihnachtsmomente, das sind: Licht für die Welt, Ruhe, Zuversicht, Gemeinschaft, Frieden und Liebe. Weihnachtsmomente, das sind auch: Nächstenliebe, Hilfe für Einsame und Kranken, für Menschen auf der Flucht und ohne Obdach – für all das steht Weihnachten. Und all das wollen Menschen finden. Zu Weihnachten ganz besonders.
Der Weg zu diesen ganz persönlichen Weihnachtsmomenten ist schwer zu finden. Es kommen keine Engel in die Wohnzimmer und Geschäfte, Büros und Fabriken, die mit Engelsgesang im Lichterglanz rufen: „Euch ist heute der Heiland geboren!“. Dieses Glück war nur den Hirten auf den Feldern Bethlehems beschieden. Sie fanden daraufhin den Weg zu ihrem Weihnachtsmoment ganz von selbst: Sie kamen in den Stall „und fanden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.“ Jesus, den Retter und Heiland der Welt – sie durften ihn als Erste sehen.
Uns geht es eher wie den drei Weisen aus dem Morgenland. Um sie herum herrschte viel Dunkelheit. Und gerade in den dunklen Wüstennächten haben sie ihren Wegweiser zur Krippe gefunden: Den Stern von Bethlehem! Sie haben in der Dunkelheit mit Klugheit und Verstand Ausschau gehalten, Zeichen erkannt und gedeutet. Sie haben den Stern entdeckt, der sie nach Bethlehem führte. Sie haben keine Mühen gescheut und hatten nach langer Reise ihren Weihnachtsmoment.
ögen auch Ihnen in diesen Tagen des zweiten Corona Winters leuchtende Sterne den Weg weisen. Liebe, Freundschaft, Miteinander, das sind Sterne, die in der Dunkelheit den Weg zeigen können. Wer Augen hat für Gottes Gegenwart in unserem Alltag, wer sich einsetzt für andere und in dunklen Tagen selbst ein Licht am funkelnden Sternenhimmel wird, der findet seine Weihnachtsmomente. Es mag ein längerer Weg sein, bis Sie ankommen. Jeder Gottesdienst, jede Andacht, jede Lesung der Weihnachtsgeschichte und jedes leise oder laut gesprochene Gebet sind sternengleich Wegweiser im Dunkeln. Sie zeigen den Weg zur Krippe. Unverhofft kommt es zur Begegnung mit Jesus und zu den ganz persönlichen Weihnachtsmomenten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, ein glückliches und friedvolles neues Jahr unter dem Schutz und Geleit unseres Gottes.
Ihr
Dietrich Denker
