Den Weg zum Leben, zum frischen Wasser, kennen die Giraffen des „Waterbergs“ in Namibia genauso gut wie unsere Guides. Und so begegnen wir uns auf dem Weg dahin. Sie querfeldein, wir im Zickzack-Kurs der Fahrwege auf dem Weg zum „Wasser des Lebens“.
Ich habe „Doppeldienst“: 9:30 Uhr Lutherkirche und 11.00 Uhr Rheydt-West. Mein Navigationssystem zeigt mir mindestens zwei, ja nach Verkehrslage auch mal drei Wege zur „Quelle des Lebens“, dem Hören auf Gottes Wort und der Feier des gemeinsamen Glaubens im Rheydter Westen. Ganz schön bequem! Nur das richtige Ziel muss ich eingeben.
Wenn das Ziel des Weges nun „das Leben“ schlechthin sein soll, frage ich mich: Kenne ich dieses Ziel? Was soll ich in das Navi für meine Lebensreise eingeben? Lebensfreude, Energie, Gemeinschaft, (Nächsten-) Liebe, Gerechtigkeit, Trost, Halt im Leben und im Sterben, Zuversicht, Hoffnung? In Gottes Nähe sein? – Da fällt mir viel ein. Die Liste kann ich noch beliebig verlängern: Familie, Gesundheit, Solidarität, Frieden, Menschenwürde, Arbeit, Obdach (…). All das verbinde ich mit dem Weg zum Leben. Das will ich leben. Da will ich hinkommen mit meinem Leben. Dafür will ich Zeichen setzen. Und im Wahlmonat Februar? Am 23.2.25 heißt der Weg zum Leben für mich: Keine Stimme für die rechtsextreme AfD. Deren Weg zum „besseren“ Leben für Deutsche in Deutschland, führt am Ende zur Hölle auf Erden.
Und dann kommt mir Dietrich Bonhoeffer in den Sinn. Und sein Buch „Nachfolge“. Und mir wird klar: Ich muss den Weg zum Leben nicht selbst finden. Ich muss das mit der „Nachfolge“ nur ernst nehmen und dann ist „Jesus“ die Zieleingabe im Navi meiner Lebensreise. Jesus nachfolgen, ihn vorangehen lassen auf der Lebensbahn. Der Weg zum Leben wird sich dann für mich auftun.
Das ist schwer und einfach zugleich.
Schwer: Weil ich damit das Steuer meines Lebens aus der Hand gebe und darauf vertrauen muss, dass Gott mich „auf rechter Straße führt, um seines Namens Willen.
Einfach: Weil ich mich mit meinem ganzen Leben und dem, was jeder Tag des Lebens bringt, Jesus anvertrauen kann. Beten, Gottes Wort hören, das Gute behalten und tun. Zur Wahl gehen und eine demokratische Partei wählen. In der Gemeinschaft mit andern auf dem Weg des Glaubens und der Nachfolge sein. Ich kann fröhlich meiner Straße ziehen. Sogar im finsteren Tal des Todes ist Jesus mir einen Schritt voraus und wird mich mitnehmen auf dem Weg zum Leben, der mich zu Gott und in sein ewiges Reich führt.
Gebet:
Danke, barmherziger Gott, dass Du mir in Jesus Christus dem Weg zum Leben kund tust. AMEN
