Ehemalige Heimkinder NRW laden zum Öffentlichen Hearing ein

In der Citykirche Mönchengladbach sollen am 5. Mai die Betroffenen zu Wort kommen

Die Erlebnisse von Missbrauch und Gewalt liegen in der Kindheit und Jugend der ehemaligen Heimkinder, aber die Auswirkungen, die physischen und psychischen Verletzungen und Narben prägen ihr Leben bis heute. In einem öffentlichen Hearing am 5. Mai 2022 in der Citykirche kommen Betroffene zu Wort, können Fragen stellen und suchen klare Antworten.

Den Fragen der ehemaligen Heimkinder und Missbrauchsopfer stellen sich Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, der Stadt Mönchengladbach und des Landes NRW sowie Kandidaten der Parteien für die Landtagswahl. Unter anderem werden Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Superintendent Dietrich Denker, Regionalvikar Klaus Hurtz und die NRW-Patienten- und Behindertenbeauftragte Claudia Middendorf dabei sein. Die 1. Community – ehemalige Heimkinder NRW e.V, die das Hearing veranstaltet, hat viele Problembereiche ausgemacht. „Das Vertuschen, Verschweigen und Wegsehen bei sexualisierter Gewalt soll ein Ende haben“, erklärt der Vorsitzende Uwe Werner.  Ganz konkret fordern die Betroffenen unter anderem zeitnahe Entscheidungen und Auszahlungen von Anerkennungszahlungen  sowie volle Transparenz über die Entscheidungen der Unabhängigen Kommissionen beider Kirchen und der Diakonie RWL bezüglich der Anerkennungszahlungen.

Das Öffentliche Hearing „Missbrauchte Kindheit – Heimkinder in NRW bekommen einen Stimme“ findet am Donnerstag, den 5. Mai 2022 von 18 bis 20  Uhr in der Citykirche Mönchengladbach am Alten Markt statt.