Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr

Acht neue Notfallseelsorgende werden ins Amt eingeführt, der langjährige Koordinator Bernhard Krinke-Heidenfels geht in den Ruhestand und erhält die Feuerwehr-Ehrenmedaille.

Die Kirche in Wickrathberg ist bis auf den letzten Platz gefüllt, als acht neue Notfallseelsorgende von Superintendent Dietrich Denker und Regionalvikar Ulrich Clancett feierlich in ihr verantwortungsvolles Ehrenamt eingeführt werden. Nachdem die neue Krisenhelfer ihre violetten Jacken und die entsprechenden Urkunden erhalten haben, gilt es Abschied zu nehmen – von Bernhard Krinke-Heidenfels, Gemeindereferent im Bistum Aachen und langjähriger katholischer Koordinator der Ökumenischen Notfallseelsorge in Mönchengladbach. Er geht in den wohlverdienten Ruhestand. Zum Dank für sein großes Engagement verleiht ihm die Feuerwehr Mönchengladbach, mit der die Notfallseelsorge eng zusammenarbeitet, die höchste Auszeichnung, die ein Nicht-Feuerwehrmann erhalten kann – die Feuerwehr-Ehrenmedaille.

Damit schließt sich auch ein Kreis, denn seit Bernhard Krinke-Heidenfels in der Notfallseelsorge aktiv ist, trägt er einen Anhänger an seinem Schlüsselbund: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“, den Leitspruch der Feuerwehr.

Nicht nur die Feuerwehr dankt dem scheidenden Koordinator. Regionalvikar Clancett stellt besonders die ausgeprägte Verantwortungsbereitschaft, die engagierte Nächstenliebe und die menschenfreundliche Zugewandtheit heraus. Bürgermeisterin Gülistan Yüksel betont die gelebte Mitmenschlichkeit. „Sie geben Menschen Zeit, Aufmerksamkeit und das Gefühl, in schwerer Zeit nicht allein zu sein“, sagte sie mit Blick auf die Notfallseelsorgenden.

Die Notfallseelsorge in Mönchengladbach wird ehrenamtlich geleistet, hat aber hauptamtliche Koordinatoren, die verlässliche Strukturen gewährleisten, Aus- und Fortbildungen organisieren und die ehrenamtlich Seelsorgende begleiten. Auf katholischer Seite war das bisher Krinke-Heidenfels, auf evangelischer Seite ist es auch weiterhin Pfarrer Ulrich Meihsner.

Auch in diesem Jahr hat wieder eine Gruppe von Ehrenamtlichen ihre anspruchsvolle Notfallseelsorge-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen: Silke Althoff, Dagmar Bangder-Caplan, Eric Martin Brück, Sabine Johnen, Roger Kremer, Bruno  Panglisch, Simone Schäfer und Sabine von Roëll.  Sie wurden im Gottesdienst beauftragt, Notfallseelsorge in Mönchengladbach zu leisten. Sie stoßen nun zum Mönchengladbacher Notfallseelsorgeteam, das gerufen wird, hinzugerufen wird, wenn die Not groß ist: bei Verkehrsunfällen, Bränden, Todesfällen, Unfällen. Dann sind sie da, hören zu, geben Rat, sprechen ein Gebet oder schweigen mit. Notfallseelsorge ist Erste Hilfe für die Seele.