„Hoffen kann man nur zusammen“

Die Ankunft erinnert schon ein bisschen an die Tour de France:  Zuschauer und ein Kamerateam erwarten die Fahrer bei sommerlichen Temperaturen an der Neusser Versöhnungskirche. Aber es gibt keinen Ausreißer, der den Etappensieg will. Die Radfahrer kommen gemeinsam am Ziel an. Präses Dr. Thorsten Latzel wird auf seiner Sommertour der Hoffnung von Social-Media-Fachleuten begleitet, die dafür sorgen, dass die Radtour des Präses auf den verschiedensten Kanälen mitzuerleben ist. Aber auch andere haben sich für eine längere oder kürzere Strecke angeschlossen:  KSV-Mitglied und Ausschussvorsitzender Tobias Goldkamp  zum Beispiel ist ebenso dabei wie Assessor Ralf Laubert und Jugendreferent Detlef Bonsack, die den Präses auf seinem Weg durch den Kirchenkreis begleiten. „Hoffen kann man nur zusammen“, sagt Latzel später zum WDR-Team, das ihn interviewt. Er sagt es mit Blick auf die vielen Aktionen und Projekte, die er in den vergangenen Tagen kennengelernt hat, aber es gilt natürlich auch für den Weg, den er nicht allein macht.

Die siebte und damit vorletzte Etappe seiner 600 Kilometer langen  Tour durch das Gebiet der rheinischen Kirche führt Latzel um die Mittagszeit ins Gemeindezentrum der Versöhnungskirche, die zur  evangelischen Reformationskirchengemeinde Neuss gehört. Hier hat gerade die zweite Woche des Ferienprogramms begonnen. Jugendleiterin Danielle Berg hat mit ehrenamtlichen Teamerinnen und Teamern ein Angebot zum Thema Disney-Helden vorbereitet und rund zwanzig Kinder sind mit Feuereifer dabei, sich Accessoires zu ihren Lieblingshelden zu basteln. . „Wir bieten jeden Tag Aktionen an, bevorzugt draußen“, sagt die Jugendleiterin, die sich freut, in diesem Jahr wieder ein volles Programm durchführen zu können. Im letzten Jahr gab es corona-bedingt nur eine abgespeckte Version der Ferienspiele. Die Neusser Gemeinde hat einen Schwerpunkt auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gelegt und beschäftigt zwei hauptamtliche Jugendleitende.  „Früher haben wir in erster Linie Ferienfreizeiten angeboten“, erklärt Pfarrer Manfred Budinski, der seit 1999 in Neuss tätig ist „aber die Ferienprogramme vor Ort haben sich in heutiger Zeit als sinnvoller erwiesen.“

Präses Latzel kommt mit den beiden ehrenamtlichen Teamerinnen Franny und Saskia ins Gespräch. Beide werden erst im September konfirmiert, sind aber schon seit dem letzten Jahr als Betreuerinnen aktiv. „Beeindruckend“, findet Latzel. „Ihr seid echte Hoffnungsträgerinnen.“ Dann folgt ein gemeinsames Mittagessen mit den Kindern – corona-konform auf Abstand. Nach etwa anderthalb Stunden setzt sich der Tross wieder in Bewegung – Richtung St. Hubert im Kirchenkreis Krefeld-Viersen. Die Sommertour der Hoffnung in Neuss ist vorbei, die Hoffnungsträgerinnen bleiben und machen sich an die Arbeit.