Notfallseelsorger brauchen Verstärkung

Im Januar 2021 startet ein neuer Ausbildungskurs für ehrenamtliche Notfallseelsorger.

Sie sind immer dann zur Stelle, wenn der Alltag plötzlich zur Katastrophe wird. Die Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger werden in Krisensituationen gerufen, bei Unfällen, Suizid, Todesfällen im häuslichen Bereich. 25 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende gehören zum Team der Mönchengladbacher Notfallseelsorge. Das klingt viel, ist es aber angesichts der Vielzahl von Einsatzgebieten nicht. Deshalb suchen die Notfallseelsorger jetzt Verstärkung. Im Februar beginnt ein neuer Ausbildungskurs. Angesichts der Corona-Beschränkungen umfasst er nur fünf Plätze, kann aber als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden.

Was wird von einem Notfallseelsorger erwartet? „Er oder sie sollte in der Lage sein, Menschen in Krisensituationen anzunehmen und zu unterstützen“, erklärt Pfarrer Ulrich Meihsner, der gemeinsam mit Gemeindereferent Bernhard Krinke-Heidenfels hauptamtlicher Koordinator der ökumenischen Notfallseelsorge in Mönchengladbach ist. Die Seelsorger arbeiten eng mit den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten zusammen. „Notfallseelsorger müssen sich in die Strukturen des Einsatzgeschehens einfinden, teamfähig, aber auch ritualfähig sein, das heißt, ein Gebet oder einen Segen sprechen können“, sagt Meihsner. Da es sich um ein Angebot der Kirchen handelt, ist eine kirchliche Mitgliedschaft ebenfalls Voraussetzung. Die ehrenamtlichen Notfallseelsorger werden intensiv auf ihren wichtigen, aber auch anspruchsvollen Dienst vorbereitet. Etwa ein Jahr dauert die Ausbildung, die inklusive Praktika 170 Unterrichtseinheiten umfasst. Zu den Unterrichtsinhalten gehört eine seelsorgerische Ausbildung ebenso wie theologische und psychosoziale Elemente.

Wer Interesse an einer Ausbildung zum Notfallseelsorger hat, kann sich per Email bei den Koordinatoren unter nfs.mg@ekir.de melden. Im Januar und bis Kursstart erfolgen die Auswahlgespräche, im Februar beginnt der Ausbildungskursus.