Sexualisierte Gewalt: Transparenz schaffen

  • Angela Rietdorf (Öffentlichkeitsreferat)
  • Evangelische Kirche im Rheinland

Nach Veröffentlichung der von der EKD in Auftrag gegebenen ForuM-Studie erschütterte die Erkenntnis, wie weit verbreitet sexualisierte Gewalt in den verschiedenen Einrichtungen und Angeboten auch der Evangelischen Kirche im Rheinland und ihren Gemeinden war. Hier ein Interview, das Radio NE-WS 89,4 im Rahmen der Sendung Himmel und Erde mit Superintendent Dietrich Denker und Öffentlichkeitsreferentin Angela Rietdorf führte und das am 12. Mai 2024 ausgestrahlt wurde: Audiobeitrag ForumStudie

Über den gegenwärtigen Stand informiert die Evangelische Kirche im Rheinland auf ihrer Website unter  FAQs

Um vorzubeugen und Menschen zu schützen, wurden Schutzkonzepte erarbeitet, Präventionsbeauftragte benannt und umfangreiche Schulungen durchgeführt. So möchten die rheinische Kirche und der Kirchenkreis Gladbach-Neuss sicherstellen, dass in Zukunft in evangelischen Einrichtungen und Gemeinden sexualisierte Gewalt keinen Platz findet.

„Wichtig ist es in diesem Zusammenhang aber auch, Transparenz und Raum für Aufarbeitung zu schaffen“, sagt Superintendent Dietrich Denker. „Wenn es in Vergangenheit und Gegenwart zu Vorfällen gekommen ist, möchten wir Betroffene ermutigen, sich zu melden und das Gespräch zu suchen.“

Sie können sich vertraulich an die Ansprechstellen der Evangelischen Kirche im Rheinland wenden oder an die Vertrauenspersonen des Kirchenkreises

Angelika Erben-Neumann (erreichbar unter der Emailadresse: angelika.erben-neumann@ekir.de )

und

Detlef Bonsack (erreichbar unter der Mobilnummer 0160 95644899 oder unter der Emailadresse: detlef.bonsack@ekir.de).

Gehörlosenseelsorge

Pfarrerin und Gehörlosenseelsorgerin Annette Beuschel weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auf der folgenden Homepage Informationen für gehörlose Betroffene von sexualisierter Gewalt zu finden sind:

 https://www.aufarbeitungskommission.de/gebaerdensprache/

 Auch die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit der Aufarbeitungskommission finden sich auf dieser Webseite.

 

Je umfangreicher das Wissen über Vorfälle in der Vergangenheit ist, desto besser können Aufarbeitung und Prävention gelingen, können Täterstrategien identifiziert und ein sicherer Raum für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde geschaffen werden.