1. Heimkinder-Community lädt zu ökumenischen Zeit der Besinnung in den Schmölderpark ein.
Seit vier Jahren steht ein besonderer Baum im Schmölderpark in Rheydt: die 1.Community – ehemalige Heimkinder NRW e.V. hat ihn gespendet. Es ist ein Taschentuchbaum, der an das Leid der ehemaligen Heimkinder erinnern soll, denen die Kindheit gestohlen wurde, die für Medikamentenversuche missbraucht und Opfer von schwarzer Pädagogik und sexuellem Missbrauch auch in kirchlichen Einrichtungen wurden. Der Taschentuchbaum treibt im Frühling weiße Blüten, die an Taschentücher erinnern – zur Erinnerung und zur Mahnung.
An diesem Baum soll am Donnerstag, den 22. September um 16 Uhr mit Citykirchen-Pfarrer Christoph Simonsen und Superintendent Dietrich Denker eine ökumenische Zeit der Besinnung stattfinden, zu der nicht nur ehemalige Heimkinder eingeladen sind.
Unter der Überschrift „Du bist nicht allein“ soll gemeinsam gesungen, nachgedacht und Gemeinschaft erlebt werden. Handschmeichler aus Holz und kleine Lebkuchen mit dem Motto der Veranstaltung stehen dabei symbolisch für Trost und Zusammengehörigkeit.
Die ehemaligen Heimkinder leiden auch noch viele Jahrzehnte später unter den Folgen von Missbrauch und Missachtung in ihrer Kindheit. Sie kämpfen auch weiterhin entschlossen um Anerkennung und Entschädigung.
Der Taschentuchbaum steht im Schmölderpark in der Nähe des Eingangs Eisenbahnstr./Waldstr.
